Familienrecht

Kindesunterhalt

Die Unterhaltsansprüche aller ehelichen und nichtehelichen Kinder sind gleich, § 1615 a BGB.
Der Unterhaltsanspruch richtet sich gegen beide Eltern. Es ist zu unterscheiden zwischen minderjährigen und volljährigen Kindern:

Der Unterhaltsanspruch Minderjähriger bezieht sich auf den gesamten Lebensbedarf wie Betreuung, Erziehung, Ausbildung und richtet sich in der Höhe nach der Lebensstellung der Eltern. Trennen sich die Eltern, erbringt der Elternteil, bei dem das Kind seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, seine Unterhaltsleistungen durch die tatsächliche Versorgung „in Natur“, der andere Elternteil ist barunterhaltspflichtig. Die Höhe richtet sich nach dem Einkommen des Verpflichteten und dem Alter des Kindes und ist tabellarisch in der Düsseldorfer Tabelle festgelegt.

Der Unterhaltsanspruch Volljähriger richtet sich – soweit er noch keine eigene Lebensstellung erworben hat, insbes. noch keine Ausbildung abgeschlossen hat, nach den Einkommens- und Vermögensverhältnissen beider Eltern. Der Betreuungsunterhalt entfällt ab Volljährigkeit, auch wenn der Volljährige noch im Haushalt eines Elternteils lebt. Beide Eltern sind im Verhältnis ihrer Einkommen barunterhaltspflichtig. Die Gesamthöhe ergibt sich wiederum aus der Düsseldorfer Tabelle.

<