Familienrecht

Sorgerecht & Umgangsrecht

Das Sorgerecht unterteilt sich in die Personensorge und die Vermögenssorge.

Die Eltern haben also die Berechtigung und die Verpflichtung, die körperlichen, geistig-seelischen und auch die wirtschaftlichen Interessen ihrer Kinder zu vertreten. Grundnorm für die die Regelung der elterlichen Sorge im Fall der Trennung oder Scheidung der Eltern ist § 1671 BGB – es verbleibt grundsätzlich beim gemeinsamen Sorgerecht. Solange die Eltern die gemeinsame Sorge ausüben, können sie bis zur Grenze der Kindeswohlgefährdung ihre Aufgaben frei gestalten.

Geht die Einigkeit verloren, wird in aller Regel demjenigen Elternteil die alleinige Sorge zu übertragen sein, der klare Lösungen bietet und das Konfliktniveau reduziert.

Das Umgangsrecht ist ein Recht des Kindes, es ist ein besonders schutzwürdiges Instrument zur Aufrechterhaltung der Bindung des Kindes an seine Eltern. Jedem Elternteil, das nicht mit seinem Kind zusammenlebt, steht unabhängig von der Frage, ob er (noch) Mitinhaber der elterlichen Sorge ist oder nicht, ein einklagbares Umgangsrecht zu. Auch Dritten, wie z.B. Großeltern oder Geschwistern, kann nach § 1666 BGB ein Umgangsrecht zustehen. Über Häufigkeit und Dauer enthält das Gesetz keine Bestimmungen, hierüber kann nur im Einzelfall unter Berücksichtigung der konkreten Fallumstände entschieden werden.

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